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DegenerIm 19. Jahrhundert war Friedrich Conrad Degener eine der prägenden Persönlichkeiten im Wirtschaftsleben der Region Bremervörde: Kaufmann, ehrenamtlicher Fleckenbürgermeister und Gründer der Sparkasse. Degener - geboren 1807 in Dehmke bei Hameln, gestorben 1887 in Bremervörde - war als junger Mann auf Veranlassung seines Onkels nach Bremervörde gekommen und hatte zunächst einen Posten als Registerschreiber in der Amtsverwaltung erhalten. Als Kaufmann war Degener in der Galanterie- und Kurzwarenbranche, aber auch im Gewürz- und Manufakturhandel erfolgreich. Außerdem vertrat er Versicherungsgesellschaften und wurde 1857 zum Direktor der Tafelglashütte „Marienhütte“ in Geestdorf bei Gnarrenburg berufen. Das Amt des Fleckenbürgermeisters in Bremervörde übernahm er 1834. Er hat maßgeblich die Bremervörder Stadtverfassung vorangetrieben. Auf eigenen Wunsch gab er das Amt 1839 wieder auf: „Die Landdrostei zu Stade akzeptierte sein Entlassungsgesuch mit Bedauern, da er wegen seiner untadeligen Amtsführung und seiner gemeinnützigen Bestrebungen sehr geschätzt wurde“, heißt es in dem Buch „Bremervörde - Bilder aus der Geschichte einer Stadt“ von Dr. Elfriede Bachmann und Rainer Brandt. 1837 konnte Degener seinen schon lange gehegten Plan einer Sparkassengründung verwirklichen. „Am 30. März 1837 wurde das Sparinstitut, das abgesehen von der 1836 in Stade gegründeten Stadtsparkasse das einzige seiner Art weit und breit war, eröffnet. Die Sparkasse war als eine soziale Einrichtung nur für die weniger bemittelten Schichten der Bevölkerung gedacht. Diesen sollte die Möglichkeit gegeben werden, ihre mühsam erarbeiteten kleinen Ersparnisse an einem sicheren Ort verwahren und auch verzinsen zu lassen, so dass sie einen Notgroschen hatten“, heißt es weiter in dem Buch von Dr. Elfriede Bachmann und Rainer Brandt.

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