Kommunale Wärmeplanung für Bremervörde abgeschlossen
Die Stadt Bremervörde hat einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen und klimafreundlichen Wärmeversorgung erreicht: Der Abschlussbericht zur Kommunalen Wärmeplanung liegt vor.
Mit der Kommunalen Wärmeplanung erfüllt die Stadt die Vorgaben des Niedersächsischen Klimagesetzes und schafft zugleich eine wichtige Grundlage für die langfristige Entwicklung einer nachhaltigen und möglichst klimaneutralen Wärmeversorgung. Der Bericht analysiert die aktuelle Wärmesituation in Bremervörde, zeigt Potenziale für den Einsatz erneuerbarer Energien auf und entwickelt Strategien für eine zukunftssichere Wärmeversorgung.
Der vollständige Abschlussbericht steht hier zum Download bereit:
pdf KWP Schlussbericht(3.73 MB)
Warum ist die kommunale Wärmeplanung wichtig?
Der Wärmesektor ist einer der größten Verursacher von Treibhausgasemissionen in Deutschland. Bis 2045 soll die Bundesrepublik treibhausgasneutral sein – das bedeutet große Herausforderungen für Kommunen, Netzbetreiber, Unternehmen und Bürger. Um frühzeitig Planungssicherheit zu schaffen, hat sich die Stadt Bremervörde entschieden, den Prozess bereits jetzt anzustoßen.
Die Stadt setzt auf Expertenwissen
Zur Umsetzung des kommunalen Wärmeplans hat die Stadt Bremervörde ein erfahrenes Dienstleistungsunternehmen beauftragt: Die Energie-Klima-Plan GmbH übernimmt die Gesamtleitung und Kommunikation, während die ENEKA als Subunternehmen den Aufbau eines digitalen Abbilds der Stadt ("Digitaler Zwilling") verantwortet. Diese moderne Technologie verknüpft umfangreiche Daten zur aktuellen Wärmeversorgung und Energieeffizienz von Gebäuden.
Fünf Schritte zur nachhaltigen Wärmeversorgung
Die Wärmeplanung durchläuft mehrere Phasen:
1. Bestandsanalyse: Erfassung des aktuellen Wärmeverbrauchs, dominierende Energieträger und Treibhausgasemissionen. In Bremervörde spielt Erdgas mit 319 Mio. kWh pro Jahr die Hauptrolle, gefolgt von Heizöl mit 48 Mio. kWh. Erneuerbare Energien wie Holzpellets (5 Mio. kWh) oder Biogas haben bisher eine untergeordnete Bedeutung.
2. Potenzialanalyse: Prüfung der Nutzung erneuerbarer Energien wie Geothermie, Solar und Wind sowie Effizienzsteigerungen im Gebäudebestand.
3. Zielszenarien: Erstellung konkreter Entwicklungsziele für 2030 und 2040.
4. Strategieentwicklung: Erstellung eines Maßnahmenkatalogs zur Umstellung auf erneuerbare Energien.
5. Umsetzung und Beteiligung: Beteiligungsworkshops mit interessierten Eigentümerinnen und Eigentümern





